„Flüchtlingszahlen müssen deutlich reduziert werden“

Die Hasselrother Christdemokraten luden vergangene Woche zur Diskussionsveranstaltung rund um die Flüchtlingspolitik in die Zehntscheune nach Neuenhaßlau ein. Als Referenten konnten sie Norbert Geis gewinnen. Der konservative CSU-Politiker aus dem bayerischen Aschaffenburg war bis 2013 Mitglied des Bundestages und rechtspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion. 

 

 

In seinem leidenschaftlichen Vortrag ging Geis auf die verschiedenen Aspekte der Flüchtlings...

...politik ein. So lobte er den Beschluss des Asylpakets II der Bundesregierung. Es sei richtig, Länder wie den Kosovo, Marokko oder Algerien zu sicheren Herkunftsländern zu erklären und finanzielle Fehlanreize, wie Bargeldzahlungen, abzuschaffen. 

In seiner Rede stellte der ehemalige Bundestagsabgeordnete dann heraus, dass kein Land in Europa erwarten könne, dass Deutschland noch einmal 1 Millionen Flüchtlinge, wie in 2015 aufnehmen werde. „Es darf nicht soweit kommen, dass wir Deutsche unser Heimatgefühl verlieren“, so Norbert Geis. 

 

 

Der Fraktionsvorsitzende der CDU Hasselroth, Sascha Gourdet erklärte daraufhin , dass die über 80 Flüchtlinge in Hasselroth gut integriert seien, was auch an der dezentralen Unterbringung in den 3 Ortsteilen liege. „Als Christdemokraten sehen wir es als unsere Pflicht an hilfsbedürftige Menschen zu unterstützen, dennoch müssen die Zahlen der Flüchtlinge überregional begrenzt werden - Unsere Ressourcen sind beschränkt“, stellt Gourdet klar. 

 

 

In der anschließenden Diskussion mit den Gästen äußerten sich viele kritisch zur derzeitigen Flüchtlingspolitik der Bundesregierung, darunter auch viele CDU-Mitglieder. Geis ging offen auf diese Kritik ein und verdeutlichte, dass eine langfristige Lösung nur auf europäischer Ebene geleistet werden könne. Weiterhin warb er dafür die Bundes- und Kommunalpolitik nicht über einen Kamm zu scheren. „Die Kommunalpolitiker können nichts für die Entscheidungen der Bundesregierung, es wäre falsch sie deshalb bei den Kommunalwahlen am 6. März mit einer niedrigen Wahlbeteiligung abzustrafen“, erklärt der CSU-Politiker.

 

 

 

Einig war man sich jedoch beim Lob für die ehrenamtliche Arbeit. „Die vielen ehrenamtlichen Helfer in Hasselroth leisten großartige und wichtige Arbeit. Ohne Sie wäre die Bewältigung der derzeitigen Lage schlicht nicht möglich, deshalb gilt ihnen unser großer Dank“, fasst es der Parteivorsitzende Andreas Wicklein zusammen.